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Vereinte Nationen stärken Bedeutung des Internationalen Übersetzertags

von Ellen Göppl

Der Jubel in der Übersetzerbranche ist groß: Bei der Generalversammlung am 24. Mai erklärten die Vereinten Nationen den 30. September offiziell zum „Translation Day“. Für Übersetzer und Dolmetscher, deren Arbeit naturgemäß oft hinter den Kulissen abläuft, ist dies eine redlich verdiente Anerkennung ihrer hochqualifizierten Leistungen, die auch im Zeitalter von Machine Translation und Google Translate auf der ganzen Welt mehr denn je benötigt werden. Nicht nur international aufgestellte Unternehmen sind darauf angewiesen, damit sie im Wettbewerb bestehen können. Um Kriege, Hungersnöte und Terrorgefahren einzudämmen, müssen Politiker unterschiedlichster Muttersprachen diplomatisch miteinander kommunizieren können – und da muss jedes Wort sitzen, auch in der Übersetzung. Auf diesen Aspekt ging auch Andrei Dapkiunas, Ständiger Vertreter der Republik Belarus bei den Vereinten Nationen, ein: „Sprache spielt in der menschlichen Gesellschaft eine unterschätzte Rolle, obwohl ein größerer Respekt von Kulturen und Sprachen dabei helfen könnte, mehr Eintracht zu erzielen und Brücken zwischen unterschiedlichen Kulturkreisen zu schlagen.“ Er hob hervor, der Translation Day habe eine umfassendere Bedeutung als nur die Anerkennung eines Berufs zu demonstrieren, der eng mit Diplomatie und internationalen Angelegenheiten verbunden ist. Es ginge zu allererst um die Würdigung der „stillen Helden“ der Sprachbranche, die im Alltag oft unsichtbar bleiben.

Eine Neuerfindung ist der Internationale Übersetzertag (Journée mondiale de la traduction, International Translation Day) allerdings nicht: Er wurde schon 1954 von der Fédération internationale des traducteurs (FIT) ins Leben gerufen und seitdem weltweit mit zahlreichen Aktionen z. B. von Übersetzer- und Dolmetscherverbänden gefeiert.

Quelle: Pressemitteilung der vereinten Nationen, https://www.un.org/press/en/2017/ga11914.doc.htm

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